Stockcar
News 2020/10

Ein turbulentes Night Race in Natschbach

 

Beim dritten Stockcar-Renntag der Saison ging es heiß her Die Tagessiege holten sich  Alexander Gschaider (Jugend), Marcus Lechner  (Formel 2), Roland Hofmann (Hecktriebler) sowie Raphael Steiner (Saloon Cars)

In beinahe trauter Zweisamkeit präsentierten sich Hímmel und Erde am heutigen dritten Renntag des Stockcar Racing Cups Austria. Während von oben der Fixstern gnadenlos vor sich hin brannte, glühten unten im Sandbahn-Oval von Natschbach nicht minder brutal die Auspuffrohre. Da hatte es sogar einen Hauch von Barmherzigkeit, dass der Wettergott zwischendurch ein Gewitter mit kühlendem Nass vorbeischickte.

Hitze hin, Abkühlung her - 61 verwegene „Gladiatoren“ zogen mit ihren Boliden rund 700  erlaubte Zuschauer von Beginn der dreiteiligen Vorlaufphase am Nachmittag über die Finalläufe am Abend bis hin zu den hochdramatischen Grande Finalis in der Nacht in ihren Bann.

 

Gefahren wurde wieder in vier Serien:

11 Starter umfasste die Formel 2, in der somit die drei Vorläufe sowie Finale und Grande Finale in einer Gruppe abgehandelt wurden. Mit am Start war diesmal zur Freude seiner Fans wieder einmal Ex-Champion Jürgen Erhart. Der Gloggnitzer bewies gleich im ersten Vorlauf, dass er noch immer ein Meister seines Fachs ist, und gewann. Für Aufsehen sorgte hier ungewollt Erharts Heimatgenosse Matthäus Ritzinger. Er überschlug sich nach der Zieldurchfahrt, kletterte aus dem Fahrzeug, als dieses jedoch danach vom Streckendienst umgedreht wurde, entzündete sich ausgelaufenes Benzin und der Motorraum des F2-Boliden stand plötzlich in Flammen. Die Feuerwehr Loipersbach war aber sofort zur Stelle. Vorlauf 2 sicherte sich dann Routinier Paul Bierl aus Seibersdorf. Und auch im 3. Vorlauf kürte sich ein sehr erfahrender Mann zum Sieger. Rundstrecken-Ass Bernd Herndlhofer sammelte mit Platz eins die volle Punktezahl auf sein Konto. – Und weil Bernd Herndlhofer offensichtlich schon in Fahrt war, entschied der Wiener Neustädter gleich auch noch das darauffolgende Finale für sich. – Das Grande Finale ging zumindest hier reibungslos, also ohne Unterbrechung über die Bühne. Und brachte schlussendlich einen relativ klaren Sieger hervor. Ex-Meister Marcus Lechner aus Grafenbach durfte sich mit 6,5 Sekunden Vorsprung auf Paul Bierl feiern lassen und konnte dadurch sogar auch über den Tagessieg sowie den Ausbau der Meisterschaftsführung jubeln.

 

In der allseits beliebten Saloon-Car-Klasse hatten sich 31 Piloten für den dritten Renntag angemeldet. Diese wurden in drei Gruppen aufgeteilt, und hier standen ebenfalls je drei Vorläufe auf dem Programm. Die Final-Phase teilte sich in ein A-Finale der besten 16, ein B-Finale der zweitbesten 15 sowie das Grande Finale mit den schnellsten 20 Piloten auf. Den 1. Vorlauf der Gruppe 1 gewann der Bad Erlacher Martin Gradwohl in spektakulärer Art. Gleich in der ersten Runde fabrizierte er beinahe einen Überschlag, als sein Honda Civic vom schützenden Reifenstapel an der Fahrbahnbegrenzung ausgehoben wurde. Am Ende jubelte er über den Sieg. Im zweiten Vorlauf schlug dann Lukas Troll zurück. Der Hausbrunner, in Lauf 1 Zweiter, fuhr diesmal vor Gradwohl als Erster durchs Ziel. Und als Martin Gradwohl in Lauf 3 seinerseits den Spieß wieder umdrehte und nach einer unsanften Berührung mit Lukas Troll vor diesem ins Ziel kam, lief dies im Nachhinein nicht ganz diskussionsfrei ab. – In Gruppe 2 holte sich Raphael Steiner aus Neunkirchen klar den ersten Lauf. Der nächste ging ebenfalls an einen Troll, nämlich Kevin Troll aus Wilfersdorf, der diesmal nicht mit seinem VW Golf GTI, sondern mit einem Honda Civic antrat. Vorlauf 3 sah dann den Wiener Neustädter Nico Mican im VW Golf als Sieger. – Sehr knapp ging es in der Saloon Gruppe 3 zu, wo Edi Haider aus Landschach in Vorlauf 1 am Ende mit 0,9 Sekunden vorne lag. Im 2. Qualirennen hatte dann Jürgen Ebner die Nase vorn und sich somit das Glück zurück erkämpft. Der Mazda-Pilot aus Altendorf war im ersten Lauf wegen eines Reifenschadens nämlich nur eine Runde weit gekommen. Lauf 3 holte sich dann ebenfalls mit nur einem Bruchteil von einer halben Sekunde Vorsprung Peugeot-206-GTI-Pilot Maximilian Winkler aus Wartmannstetten. – Die Finalläufe A und B wurden dann (weil der Poysdorfer Mario Rohatsch vorzeitig aufgeben musste) mit je 15 Autos ausgetragen. Im B-Finale ging es dann heiß her. Nach nur einer Runde musste es unterbrochen werden, weil Pascal Brunner (Poysdorf) mit seinem Honda Civic eine Pirouette schlug. Nach dem Restart dauerte es ebenfalls nicht lange bis zur nächsten Unterbrechung. Martin Kolar aus Walterskirchen stand mit seinem VW Golf nach einer Kollision in der Bahn, der Wiener Rene Kozisek konnte nicht ausweichen und knallte mit seinem Golf in das stehende Auto. Erst nach dem neuerlichen Restart nahm das Rennen ein noch gutes Ende mit Erwin Ostler aus Neunkirchen als Sieger. – Das A-Finale wurde zu einer Familien-Angelegenheit des Hauses Steiner. Das Neunkirchner Brüderpaar Raphael Steiner und Marco Steiner stand letztendlich auf den Plätzen eins und zwei. – Das Grande Finale wäre fast konfliktfrei zu Ende gegangen, doch drei Runden vor Schluss sorgte ein Massencrash für den berechtigten Abbruch, zu dem Erwin Ostler vor Tagessieger Raphael Steiner und Florian Dorfstätter in Führung lag und somit auch als Sieger gewertet wurde.

 

Die Heck-Klasse wies wie die F2 11 Starter aus und wurde auch in derselben Art und Weise ausgetragen. Hier überraschte vorerst der diesjährige Newcomer Matthias Rumpler aus Grafenbach im Opel Omega mit einem Vorlaufsieg, dann meldete sich Champion Roland Hofmann aus Wien (BMW 328i) durch, und letztendlich trug sich auch noch Patrick Baumgartner aus Ternitz in die Liste der Vorlaufsieger ein. – Auch im Heck-Finale fehlte es nicht an Action. Unfreiwillige Opfer wurden hier sowohl Gerald als auch Florian Koloc, die beide nach harten Drängmanövern und anschließenden Drehern um eine mögliche Spitzenplatzierung umfielen. Sieger war am Ende jedenfalls Titelverteidiger Roland Hofmann. – Das Grande Finale wurde dann aber zur großen Genugtuung für Stockcar-Cup-Organisator Gerald Koloc. Während sein heuer so stark fahrender Sohn Florian Koloc nach einer neuerlichen Kollision den letzten Lauf vorzeitig aufgeben musste, fuhr der Vater einen Tag nach seinem 47. Geburtstag einen überlegenen Sieg (12,4 Sekunden Vorsprung) nach Hause. – Der Tagessieg in der Heckklasse ging an Roland Hofmann.

 

Last but not least wurde die Jugend-Klasse mit 8 Startern aus Sicherheitsgründen in zwei Gruppen ausgetragen. Hier standen jeweils drei Vorläufe zu je vier Autos und dann ein Finallauf im Protokoll. Gezählt wurde nicht, wer als erster im Ziel war, sondern wer in den diversen Rennen die schnellste Runde drehte. In Gruppe 1 war vorerst wie heuer praktisch immer Nico Monschein unerreichbar. Der 16-jährige Steirer gewann mit seinem Honda Civic. Umso überraschender musste sich der Meisterschaftsleader in Vorlauf 2 aber dem Landschacher Andre Haider geschlagen geben. Der 15-jährige Honda-Pilot setzte eine um 0,3 Sekunden schnellere Runde in den Sand als der Dominator. Dieser freilich stellte im 3. Lauf die Rangordnung wieder her. Nico Monschein gewann mit 0,6 Sekunden Vorsprung. – In der Jugend Gruppe 2 holte Alexander Gschaider aus Puchberg (Honda Civic) alle drei Vorläufe und warf damit Nico Monschein den Fehdehandschuh fürs Finale förmlich ins Cockpit. – Tatsächlich wurde das Finale dann der erwartete Krimi, den Alexander Gschaider mit einer einzigen Zehntelsekunde Vorsprung auf Nico Monschein für sich entschied, damit auch den Tagessieg einstreifte und in der Gesamtwertung dem noch Führenden ebenfalls bis auf nur noch fünf Punkte Rückstand näherkam.

 

Der 4. Renntag in Natschbach findet am Samstag, dem 19. September 2020, statt

 

 
News 2020/9

 

ACHTUNG neuer NENNSCHLUSS!!!!

 

Nennungen müssen spätestens 2 Wochen, Sonntag 24:00 Uhr, vor dem nächsten Rennen bei uns eingetroffen sein!!!

 

Danke.

 

Euer Stockcar Team

 

 

 
News 2020/8

Stockcar-Fights der hochspannenden Art in Natschbach

Beim zweiten Renntag der Saison regierten Rasse, Klasse und die späteren Tagessieger Nico Monschein (Jugend), Gerhard Windstey (Formel 2), Florian Koloc (Hecktriebler) sowie Lukas Troll (Saloon Cars)

 

Unter perfekten meteorologischen Bedingungen und penibler Einhaltung der corona-bedingten Sicherheitsauflagen ging heute der zweite Renntag zum Stockcar Racing Cup 2020 über die Bühne. Schauplatz war wieder die Arena in Natschbach, in der ein perfekt präpariertes Sandbahn-Oval und von den Behörden zugelassene 500 begeisterte Zuschauer auf insgesamt 60 Starter warteten. Vorweg: Enttäuscht wurden sie nicht. Jede Menge Action, rassige Überholmanöver und spektakuläre Überschläge gestalteten einen langen Renntag kurzweiliger denn je.  

 

In der stärksten Klasse, der Formel 2, standen einander 10 Fahrzeuge gegenüber. Die wie immer quantitativ stärkste Klasse der Saloon Cars umfasste 29 Piloten. In der Gruppe der Hecktriebler stiegen wie in der F2 ebenfalls 10 Fahrer kräftig aufs Gas. Und in der Nachwuchsklasse Jugend kämpften 8 Teilnehmer um Siege und Punkte. Große Beachtung und Anerkennung fand die diesmal außertourlich zur Schau gestellte F2 Jugend, in welcher drei niederländische Talente ihr bereits großes Stockcar-Können in bis zu 180 PS starken Boliden zum Besten gaben. Was besonders auch Organisator Gerald Koloc sehr freute: „Dass unsere Freunde aus Holland extra 2800 Kilometer weit gefahren sind, um hier dabei zu sein, ist eine große Wertschätzung für unsere Veranstaltung.“

 

In der Formel 2 dominerte vorerst der regierende Meister Gerhard Windstey aus Grafenbach, der heuer nur sporadische Auftritte in seiner Planung hat. Er gewann den ersten von drei Vorläufen. Im zweiten schlug dann Ex-Meister und Windsteys Ortskollege Marcus Lechner, der im ersten Vorlauf von einem sich vor ihm drehenden Auto gebremst worden war, zurück. Vorlauf drei holte sich Bernd Herndlhofer. Der Rundstrecken-Allrounder hatte im Training Pech, als er sich bei einer Kollision das linke Vorderrad ausriss. Um sein Fahrzeug für den Renntag überhaupt fit zu bekommen, mussten er und sein Team alle Kräfte aufbieten. – Im anschließenden Finale über 12 Runden landete der Seibersdorfer Paul Bierl einen hauchdünnen Sieg mit sieben Zehntelsekunden vor Marcus Lechner. – Den Tagesabschluss bot wie immer das heißersehnte Grande Finale. Hier lag lange Zeit Marcus Lechner klar in Führung. Erst als er von hinten auf das Ende des Feldes auflief und dadurch gebremst wurde, kam der erste Verfolger Bernd Herndlhofer immer näher, zum Schluss sogar bedrohlich nahe. Letztendlich rettete Lechner seinen vorab scheinbar klaren Sieg um eine einzige Zehntelsekunde ins Ziel. – Die Tageswertung gewann jedoch Gerhard Windstey mit insgesamt 112 Punkten.

 

 

 Die Saloon Cars mussten wegen ihrer großen Teilnehmer-Anzahl wieder in drei Gruppen aufgeteilt werden. In Gruppe 1entschieden Martin Gradwohl aus Bad Erlach (Honda Civic) sowie zwei Mal Lukas Troll aus Hausbrunn (Honda Civic) die Vorläufe für sich. – In der  Gruppe 2 hießen die Vorlaufsieger Edi Haider aus Landschach (Honda Civic), Kevin Troll aus Wilfersdorf (VW Golf GTI) sowie Robert Handler aus Gloggnitz (VW Golf GTI). - Und in der Gruppe 3 gingen die Vorlaufsiege an Titelverteidiger Martin Heinrich aus Breitenau (Honda Civic), Raphael Steineraus Neunkirchen (VW Golf GTI) und letztendlich an den letztjährigen Jugendmeister Michael Kindl aus Puchberg im Opel Astra. – Im B-Finale hatte der Gloggnitzer Roland Krems. die Nase und seinen VW Golf GTI vorn, wenn auch nur knapp. Nur sechs Zehntelsekunden hinter ihm schoss der Mürzzuschlager Marcel Burghart, ebenfalls in einem VW Golf GTI, über die Ziellinie. – Das A-Finale schließlich sah den Wiener Neustädter Nico Mican im VW Golf 3 als Sieger. – 16 Autos bildeten schlussendlich das dicht gedrängte Ambiente des Grande Finales. Dass es gefühlt das erste Mal seit 2012 keinen Abbruch gab, tat der Spannung dabei keinen solchen. Erwin Ostler aus Neunkirchen, Lukas Troll und Martin Gradwohl lieferten sich einen hochklassigen Fight von Anfang bis zum Ende. Von diesem hatte dann Ostler mit seinem VW Golf 2 das bessere für sich. Eine Zehntelsekunde vor Troll und sieben Zehntelsekunden vor  Gradwohl.. – Der Tagessieg in der Saloon-Car-Klasse ging mit 124 Punkten an Lukas Troll.    

 

Heiß her ging es auch in der Hecktrieb-Klasse, wo der Grafenbacher  Matthias Rumpler mit seinem Opel Omega Vorlauf eins, der Meister aus Wien Roland Hofmann im BMW 328i Vorlauf zwei, und Vorlauf drei ging überraschender-, aber nicht unverdienterweise an Organisator-Sohn Florian Koloc aus Gloggnitz im BMW 320i. – Mit dem Selbstvertrauen des Vorlaufsieges ausgestattet, gab der 18-jährige Florian Koloc auch im Finale seinem BMW die Sporen. Und das mit Erfolg, er gewann 1,2 Sekunden vor  Roland Hofmann. – Das Grande Finale mutierte dann zum großen Familien-Duell Koloc/Koloc. Mit dem diesmal besseren Ende für den Vater. Gerald Koloc gewann relativ klar mit 9,2 Sekunden vor Florian Koloc, der „nun doch nicht von zu Hause ausziehen muss“ J. Zum „Trost“ holte sich  Florian Koloc die Tages-Punktewertung (118 Zähler) und somit auch den Tagessieg.  

 

 

 

Die Jugend-Klassen wurden so wie schon am ersten Renntag der Saison von zwei Dominatoren beherrscht. In der Gruppe Jugend 1 gewann der Fernitzer Nico Monschein (Honda Civic) alle drei Vorläufe. In der Gruppe Jugend 2gelang dasselbe Kunststück dem Puchberger  Alexander Gschaider (Honda Civic). -  Im mit Spannung erwarteten Finale kam es zum Showdown. Diesen entschied Nico Monschein mit 15 Hundertstelsekunden vor Gschaider für sich und heimste somit wie zuletzt den Tagessieg ein.   

 

 

 

 

 

 

In der Formel 2 Jugend drückten drei junge Niederländer/innen mächtig aufs Gas. Mit ihren bis zu 180 PS Starken Boliden (in Holland dürfen im Gegensatz zu Österreich Nachwuchspiloten unter 17 Jahren bereits in so leistungshohen Autos Rennsport betreiben) bearbeiteten sie sehenswert das Terrain. Neben den beiden Mädchen Daisy Goos (14 Jahre) und Sarah Janssen (15 Jahre) hatte hier besonders der 15-jährige Senna Claes einiges vor. Die Geschichte dahinter: Schon 2013, als Senna also sieben Jahre alt war, fuhr dessen Vater Ronald Claes hier in Natschbach beim Stockcar mit. Hinter seinem niederländischen Landsmann Toon Schut und vor Manfred Stohl belegte er Platz zwei, brannte aber mit 18,78 Sekunden die bis dahin schnellste je gefahrene Runde in den Natschbacher Untergrund. Heute ging Sohnemann Senna Claes ins Rennen, um die damalige Zeit seines Vaters zu unterbieten. Im ersten Vorlauf, den er vor den beiden Girls gewann, war er mit 20,8 Sekunden relativ weit von seinem Vorhaben weg. Imzweiten Vorlauf verbesserte sich Senna Claes auf 19,4 Sekunden. Auch im dritten Vorlauf kam er mit 19,5 Sekunden nicht an die Zeit seines familiären Vorbilds heran. – Das Finale gewann Senna Claes zwar auch vor Daisy Goos und Sarah Janssen, unter seine beste Zeit von 19,4 Sekunden kam er aber auch hier nicht. Sei’s drum, einen tollen Eindruck hinterließ der 15-jährige Niederländer dennoch.

 
News 2020/7

 

Liebe Stockcar-Freunde und Fans,

 

wir können erst ab dem 13.07.20 Kartenreservierungen für das nächste Rennen annehmen.

Wir danken um Euer Verständnis.

 

Motorsportliche Grüße

Euer

Stockcar-Club-Schwarzatal

 

 

 
News 2020/6

Glänzendes Comeback im Stockcar Racing Cup in Natschbach

Tagessieger bei der Jugend wurde Nico Monschein, in der F2 Klasse Marcus Lechner, in der Heckantriebklasse Roland Hofmann und bei den Saloon-Cars Lukas Troll

 

Lange hat es mit dem Saisonauftakt im Stockcar Racing Cup heuer gedauert. Aber heute beim 1. Rennen in Natschbach hat alles bestens geklappt. Wohl musste man nach den COVID 19 Vorschriften vorgehen, dies bedeutete nur eine verminderte Anzahl von Zuschauern, dazu natürlich Mindestabstand halten, ebenso die Hygienevorschriften beachten, weiters Gruppenbildungen unbedingt zu unterlassen und jeder Gast musste auf dem Gelände die bereit gestellten Sitzplätze benutzen.

Bei heißem Sommerwetter gab es dann eine tolle Premiere im Sandbahnovall von Natschbach, die von den Zuschauern auch mit viel Beifall belohnt wurde. Zufrieden zeigte sich auch Gerald Koloc als Veranstalter, der das Verhalten der Teilnehmer und Zuschauer lobte:“ Ich muss ehrlich sagen, innerlich hat man natürlich vor so einer großen Herausforderung etwas Bauchweh, aber ich schaue nach dieser für uns erfolgreichen Premiere mit 50 Teilnehmern schon mit großer Zuversicht auf unser nächstes Rennen am 25. Juli 2020.“

Rein sportlich hat es in der Saloonklasse mit 29 Teilnehmern einen schönen Zuwachs gegenüber dem Vorjahr gegeben, 10 Boliden waren in der Heckklasse vertreten, auch die Jugendklasse mit 7 Teilnehmern drängte wieder nach vorne, während in der F2-Klasse nur 4 Piloten um Punkte kämpften.

In der Jugendklasse fehlte der mehrfache Meister Michael Kindl, der in die Saloon Klasse aufgestiegen ist. In den drei Vorläufen war Nico Monschein  (Fernitz) jeweils Erster, Alexander Gschaider (Puchberg) gewann zwei Vorläufe und Marius Scherz (Breitenau) war einmal erfolgreich. Im Finale zeigte dann über 6 Runden Nico Monschein seine glänzende Form, er konnte Alexander Gschaider um etwas mehr als zwei Zehntel und Marius Scherz um mehr als acht zehntel Sekunden distanzieren.

Ohne den regierenden Meister Gerhard Windstay, der heuer nur Kurzauftritte absolvieren wird, wurde in der F2 Klasse gefahren. Im ersten Vorlauf hatte Ex-Meister Marcus Lechner aus Grafenbach gegenüber Andreas Gruber (Würflach) auf Grund falscher Reifenwahl keine Chance und wurde nur Vierter, dafür holte er sich aber überlegene Siege in den Vorläufen Zwei und Drei, beide Male vor Andreas Stickler aus Walpersbach. Im Finale hatte Markus Lechner Pech, er kollidierte mit Andreas Stickler in der vierten Runde, beide Piloten mussten vorzeitig aufgeben. Der Finalsieg ging an Andreas Gruber (Würflach) mit fast 4 Sekunden Vorsprung auf Paul Bierl (Seibersdorf). Schadlos hielt sich dann Marcus Lechner im Grande Finale. Einen Tag vor seinem 27. Geburtstag konnte er zwei Runden vor Schluß den bis dahin führenden Andreas Gruber noch abfangen und einen sicheren Sieg feiern. Paul Bierl wurde Dritter, Andreas Stickler fiel vorzeitig aus. Lechner sicherte sich mit seinem Erfolg auch den Sieg in der Tageswertung.

In der mit 29 Autos bestbesetzten Saloonklasse wurde jeweils in drei Vorläufen gefahren. Bei den Saloon 1 Autos gab es mit Edi Haider (Landschach), Kevin Troll (Wilfersdorf) und Raphael Steiner (Neunkirchen) drei verschiedene Sieger. Bei den Autos Saloon 2 dominierte Christoph Mican zweimal, im dritten Vorlauf wurde der Wr. Neustädter hinter dem Sieger Martin Gradwohl aus Bad Erlach, Zweiter. Im dritten Heat war Lukas Troll aus Hausbrunn mit drei Siegen der absolut überlegene Mann. Er gewann zweimal vor Nico Mican (Wr. Neustadt) und einmal vor Florian Dorfstätter aus Landschach. Das B-Finale holte sich nach 10 Runden der Poysdorfer Pascal Brunner knapp vor Maximilian Winkler (Wartmannstätten) und Martin Heinrich (Breitenau). Turbulent ging es im A-Finale zu, das zweimal wegen der Überschläge von Lukas Troll und Christoph Mican abgebrochen werden musste. Am Ende gab es doch einen A-Finalsieger nämlich Michael Pesau (Breitenau) vor Michael Kindl (Puchberg) und Kevin Troll (Wilfersdorf). Lukas Troll wurde Vierter vor Roland Krems (Gloggnitz). Im abschließenden Grande Finale waren 17 Autos gleichzeitig auf der 400 Meter Bahn in Natschbach schon bei Flutlicht unterwegs. Anfänglich gab keinerlei nennenswerte Vorfälle aber in der 6. von 12. Runden kam es zu einem heftigen Überschlag des Wr. Neustädters Nico Mican, das Rennen wurde aus Sicherheitsgründen abgebrochen. Beim Re-Start setzte sich dann Lukas Troll durch und gewann nicht nur das Grande Finale sondern sicherte sich auch damit den Sieg in der Tageswertung vor Michael Kindl (Puchberg) und Edi Haider (Landschach)

In der Heckklasse konnte der Wiener Roland Hofmann als Titelverteidiger seine Form über die lange Coronapause hin konservieren. Er gewann zwei Vorläufe, einmal vor Veranstalter Gerald Koloc aus Gloggnitz und einmal vor Patrick Baumgartner aus Ternitz. Der dritte Vorlauf ging an Florian Koloc (Gloggnitz) vor seinem Vater Gerald Koloc. Im Finalrennen über 10 Runden hatte dann Gerald Koloc die Nase vorne, er besiegte Roland Hofmann denkbar knapp mit vier zehntel Sekunden, Platz Drei ging an Altmeister Anton Bock aus Würflach. Im Grande Finale feierte der regierende Meister Roland Hofmann einen knappen Sieg vor Karl Ebersberger (Sollenau) und dem jungen Florian Koloc. Tagessieger wurde Roland Hofmann aus Wien vor Florian und Gerald Koloc.

Das nächste Rennen in Natschbach findet am 25. Juli statt

 

 
Weitere Beiträge...


Seite 4 von 43
free poker
© 2011 Stockcar Racing