Stockcar
Stockcar-Asse waren stärker als der Regen

Knapp 1000 Zuschauer sahen in Natschbach einen packenden 3. Renntag zum Stockcar Racing Cup / Trotz einer Unterbrechung wegen eines heftigen Gewitters konnten am Ende Fritz Wallner, Georg Weißenböck, Ernst Sommerbauer sowie Junior Fabian Tschach über ihre jeweiligen Tagessiege jubeln

Schade – so lange meinte es der Wettergott gut mit den Stockcar-Fans. Zumindest tagsüber strich er den Raum Natschbach, wo heute der dritte Saisonlauf zum Stockcar Racing Cup über die Bühne ging, von seiner Regenliste, schickte zwischen den Wolken sogar zeitweise die Sonne durch. Doch dann muss er diese Liste irgendwo verlegt haben, denn gerade als in den Abendstunden die Finalläufe gestartet werden sollten, begann es so heftig zu schütten, dass eine Unterbrechung des Renntags vonnöten war. 49 Piloten ließen sich das Spektakel in der Natschbacher Sandbahn-Arena trotzdem nicht vermiesen und sorgten nicht nur für ein tolles Starterfeld, sondern zum wiederholten Mal für rasante Action vor dem fast 1000-köpfigen Publikum. Denn letztendlich konnten die Finalläufe doch noch über die Bühne gebracht werden.

Gefahren wurde wieder in vier Klassen. In der Formel 2 gab es 10 Starter, bei den Salooncars waren wie gewohnt die meisten, nämlich 19 Piloten dabei, die Heckantrieb-Klasse zählte 8 Fahrer, und die Jugendklasse hatte mit 12 Piloten erfreulicherweise ihr heuer bisher größtes Starterfeld zu bieten.

Formel 2: Schon die drei Vorläufe in der mit 180 PS motorisch stärksten Klasse waren von heißen Rad-an-Rad-Duellen geprägt. Hier galt das Interesse vor allem auch dem Gaststarter aus der Rallyeszene Luca Waldherr. Und der 23-jährige Thomasberger schlug sich beachtlich, wenn man bedenkt, dass er zum ersten Mal überhaupt in einem Stockcar-Boliden saß. Am Ende standen zwei dritte und ein vierter Vorlauf-Platz als Beleg für Waldherrs Speed- und Drift-Talent zu Buche. Die Vorlaufsiege freilich holten sich andere – zum einen der Glognitzer Ex-Champion Hans-Jürgen Erhart, zum anderen der bekannte Rundstreckenpilot Bernd Herndlhofer (Hohe Wand) sowie Speedwayprofi Fritz Wallner aus Katzelsdorf, der nach einem kapitalen Motorplatzer im Training mit einem Ersatzauto starten musste, in diesem jedoch ebenso gute Figur machte. Pech hatte jener Mann, der beim letzten Renntag im Zuge einer Verlosung einen Formel-2-Start an diesem Renntag gewann. Reinhard Fister aus Ebenfurth war bei den Finalis nur noch Zuschauer. Im dritten Vorlauf landete er nach einem Kontakt mit einem anderen Fahrzeug in der Leitplanke und musste seinen Boliden dann mit einem so kurzfristig nicht zu reparierenden Schaden in der Box stehen lassen. – Im Finale, das bereits bei Regen stattfand, beraubten sich vorerst Hans-Jürgen Erhart und Luca Waldherr ihrer Chancen, weil sich ihre Boliden ineinander verhakten und somit das Rennen für sie zu Ende war. Den Sieg landete dann der Gesamtführende Marcus Lechner aus Grafenbach vor Bernd Herndlhofer und Fritz Wallner. – Der Speedway-Profi Wallner sicherte sich mit dem Sieg im abschließenden Grande Finale auch seinen ersten Gesamt-Tagestriumph. Hinter dem Katzelsdorfer belegten Marcus Lechner und Luca Waldherr die Plätze zwei und drei.


Salooncar-Klasse: Hier wurden die Vorläufe auf Grund der hohen Starteranzahl wie immer in zwei Gruppen ausgetragen. Und diese wurden in Gruppe 1 von Lukas Troll aus Hausbrunn und in Gruppe 2 vom Wolfpassinger Michael Eder beherrscht. Troll gewann alle drei Läufe, Eder zwei. Einen Vorlauf holte sich Oliver Giefing aus Breitenau. – Im wegen des Wetters von 10 auf 8 Runden verkürzten B-Finale hatte Mario Kroffl aus Grafenbach den besten Durchblick. Im gleich daran anschließenden A-Finale ließ sich der überragende Lukas Troll auch vom Wetter nicht bremsen. Der Weinviertler gewann auch sein viertes Rennen an diesem Tag. – Im Grande Finale zeigte dann aber der Küber Georg Weißenböck seine Krallen. Er riss mit dem ersten Platz den Tagessieg an sich und verwies Lukas und Sascha Troll auf die nachfolgenden Podestplätze.

Die Heckklasse wurde gleich im ersten Vorlauf mit einem wilden Überschlag von Anton Bock eröffnet. Von seinem total zerstörten Volvo stieg der zum Glück unverletzte Würflacher in einen Ersatz-BMW um, hatte aber auch mit diesem Pech, weil der Bolide im zweiten Vorlauf den Geist aufgab. Die drei Vorlaufsieger hießen letztendlich Fritz Hemmelmeyer (Wien), Ernst Sommerbauer (Guntramsdorf) und Christoph Schmudermayer (Japons). – Im Finale hieß der Sieger Paul Bierl aus Seibersdorf. – Ernst Sommerbauer kürte sich dann im Grande Finale zum Tagessieger. Er gewann vor Christoph Schmudermayer und Fritz Hemmelmeyer. – Und irgendwie roch es dann noch nach ausgleichender Gerechtigkeit, als am Ende doch Anton Bock den größten Grund zum Jubeln hatte. Weil seine Fans dank einer Aufrufaktion seiner Frau 70 Gewinnlose für den Pechvogel kauften, gewann Bock tatsächlich den Hauptpreis – einen Trainingstag sowie einen Startplatz beim vierten Renntag am 26. August in der Formel 2!

Auch die Vorläufe in der Jugendklasse wurden wie bei den Salooncars in zwei Gruppen – zu je sechs Autos – gefahren. Einem Dreifach-Sieg von Gabriel Giuglea aus Neunkirchen stand in Gruppe 1 nur der Puchberger Michael Kindl im Weg, der sich einen Lauf sichern konnte. In Gruppe 2 hatte der Tagessieger des letzten Renntags Marco Steiner keine Konkurrenz. Der Neunkirchner gewann drei Mal. – Auch das Finale wurde in zwei Gruppen gefahren. Hier wurden die schnellsten Rundenzeiten aus beiden Gruppen zur Siegermittlung herangezogen. Weil die erste Gruppe noch das Glück hatte, im Trockenen zu fahren, war die zweite Gruppe durch den dazwischen einsetzenden Starkregen praktisch chancenlos, womit sich ein doch überraschender Endstand ergab. Es siegte Fabian Tschach vor Florian Koloc und Michelle Brünner.

 

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Überraschende Sieger und Riesenstimmung in Natschbach

Der zweite Renntag im Stockcar Racing Cup bot heute wieder rassigen Motorsport und somit beste Unterhaltung / Vor 700 Fans holten Marcus Lechner, Roman Führinger, Harald Reitprecht sowie Junior Marco Steiner die jeweiligen Tagessiege

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Auch das Wetter ist bereits ein Stockcar-Fan! Fast punktgenau mit den ersten Vorläufen im Rahmen des zweiten Saisonlaufs zum Stockcar Racing Cup 2017, der heute in Natschbach-Loiperbach über die Bühne ging, hatte die Sonne die Herrschaft über das morgendliche Nass-Kälte-Gemisch übernommen. Und schenkte somit wiederum 700 Zuschauern eine tollen Motorsporttag. Für diesen zeichneten 40 Piloten verantwortlich, die in vier Klassen mit letztem Einsatz um die Tagessiege bzw. auch um wichtige Punkte in der Jahreswertung kämpften.

 

In der mit 180 PS motorisch stärksten Klasse Formel 2 durfte am Ende Marcus Lechner über den Tagessieg jubeln. Der 23-jährige Grafenbacher setzte sich unter sieben Startern im Grande Finale durch. Dass er nichts verlernt hat, bewies der Stockcar-Meister von 2014 Hans-Jürgen Erhart. Bei seiner kurzfristigen Rückkehr in die Königsklasse holte der Gloggnitzer Platz zwei in der Tageswertung und zuvor zwei Vorlaufsiege. Einen Vorlauf gewann auch Albert Eder aus Enzenreith, der Dritte des Grande Finales. Gespannt war man in der Formel 2 auf den Auftritt von Fritz Wallner. Der Katzelsdorfer, 2003 mit 17 Jahren jüngster Speedway-Staatsmeister und  momentan in England als Speedway-Fahrer tätig, bewies bei seinem Heimaturlaub seinen Speed und gewann das F2-Finale – also die Vorstufe zum dann alles entscheidenden Grande Finale.

 

Mit 17 Teilnehmern war die Salooncar-Klasse wieder die bestbesetzte, weshalb die drei Vorläufe wie gehabt in zwei Gruppen gefahren wurden. Hier holte der Weinviertler Lukas Troll (Hausbrunn)  zwei Siege, Manuel Reiterer  aus Ternitz, Sascha Troll aus Wilfersdorf, Georg Weissenböck aus Küb sowie überraschend Newcomer Oliver Giefing aus Breitenau landeten hier ebenfalls Siege. Während das B-Finale durch Peter Happenhofer aus Ternitz an einen absoluten Stockcar-Neuling ging, konnte sich im A-Finale mit Lukas Troll der Vorjahres-Meister als Sieger feiern lassen. Im Highlight des Tages standen sich schlussendlich die 15 Punktebesten des Tages im Grande Finale gegenüber. Im aufgewühlten Staub von Natschbach hatte dabei just ein Außenseiter den besten Durchblick. Roman Führinger aus Wiesmath zog vorne weg und gewann verdient vor dem Grafenbacher Mario Kroffl und Lukas Troll.

 

Spannend ging es in der erst heuer eingeführten, aber schon überaus beliebten Heckantriebler-Klasse zu. Sieben Starter duellierten sich von Beginn weg auf hohem Niveau. Letztendlich konnte Organisator Gerald Koloc auf zwei Vorlaufsiege verweisen. Der Gloggnitzer hatte einen besonders arbeitsreichen Tag, weil er nebenher auch in der Formel 2 am Start war. Ein Hecktrieb-Vorlaufsieg ging an Anton Bock aus Würflach. Gerald Koloc entpuppte sich im Finale als stressresistent. Weil sich der lange Zeit führende Paul Bierl eindrehte, nützte er diesen Fehler und fuhr zum Sieg. Im Kampf um den Tagessieg ging es im Grande Finale heiß her und es gab einen Sieger, auf den nicht jeder getippt hätte. Harald Reitprecht aus Japons gewann zwei Sekunden vor Paul Bierl (Seibersdorf) und Erwin Ostler (Neunkirchen).  

 

Die Juniorenklasse (13 bis 17 Jahre) war von Anfang an von einem Zweikampf zwischen Gabriel Giuglea aus Neunkirchen und Paul Puchegger aus Ramplach geprägt. Wenngleich dies vorerst nur ein Fernduell war, weil die Nachwuchsklasse mit zehn Startern bis zum entscheidenden Finale ebenfalls in zwei Gruppen gefahren wurde. Der 15-jährige Paul Puchegger gab sich in allen drei Vorläufen souverän. Dass ihm Gabriel Giuglea dieses Kunststück in der anderen Gruppe nicht nachmachen konnte, lag am 15-jährigen  Michael Kindl aus Puchberg. Dieser kam im dritten Vorlauf um 31 Tausendstelsekunden schneller als Giuglea ins Ziel. Im Finallauf kam es dann zum direkten Aufeinandertreffen der Giganten. Und dieses Duell endete mit einer saftigen Überraschung. Während Giuglea nämlich schon wie der sichere Sieger aussah, knallte der 16-jährige Neunkirchner Lokalmatador Marco Steiner auf den allerletzten Drücker eine Fabelrunde in den Sand und schnappte sich den Tagessieg vor Gabriel Giuglea und Michael Kindl. Für Paul Puchegger blieb da sogar nur Platz vier.

 

Freuen durfte sich auch noch der Gewinner des Hauptpreises im Zuge einer Verlosung. Reinhard Fister aus Ebenfurth gewann einen Trainingstag in einem Formel-2-Boliden sowie die Teilnahme als F2-Pilot beim nächsten Renntag am 1. Juli in Natschbach. Immerhin ein Preis im Wert von 800 Euro – und ein wohl unvergessliches Racer-Erlebnis!

 
Auftakt-Spektakel vor über 1000 Fans

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Mit einem großartigen Motorsportfest feierte der Stockcar Racing Cup 2017 heute in Natschbach-Loipersdorf seinen Saisonstart / Die Sieger in den heißumkämpften Grande Finalis hießen Marcus Lechner, Sascha Troll, Anton Bock und Gabriel Giuglea

Bilder online!

Der Wettergott zeigte sich interessiert, die Sonne bot ihr schönstes Gesicht und die neuen Organisatoren Andreas Kampichler, Gerald Koloc und Walter Lechner strahlten mit dieser um die Wette. Kurzum: Der Stockcar Racing Cup 2017 feierte heute in Natschbach einen verspäteten, aber rundum gelungenen Saisonstart. Und das - nachdem der eigentliche Auftakt am 22. April im Spätschnee versunken war - bei diesmal besten äußeren Bedingungen. 49 Starter haben für den ersten Saisonlauf genannt. 5 davon in der Formel 2, 25 in der Saloon Car Klasse, 11 bei den Juniors und 8 in der neu gegründeten Kategorie der Hecktriebler.

 

Über 1000 Zuschauer bekamen in der mittlerweile von Speedway- in Stockcar-Arena mutierten Sportanlage von Natschbach-Loipersbach einen überaus rassigen Motorsporttag geboten. Was  natürlich auch Andreas Kampichler als Organisator freute: „In erster Linie bin ich froh, dass trotz harter, aber stets fairer Duelle alles ohne gröbere Zwischenfälle über die Bühne gegangen ist. Das ist aber auch der wirklich sehr großen Disziplin aller Teilnehmer zu verdanken. Dass der Auftakt von so vielen Zuschauern wahrgenommen worden ist, spricht für die Stockcar-Szene, die nachweislich mehr und mehr an Interesse gewinnt.“

 

Den Finalsieg in der Formel 2 holte sich am ersten Renntag der Steirer Dietmar Grill. Im anschließenden Grande Finale sicherte sich dann aber Marcus Lechner aus Grafenbach den Sieg und die volle Punktezahl. Zweiter wurde Bernd Herndlhofer aus Wien. Platz drei ging an den Ternitzer Manuel Otter.

 

In der mit 25 Autos am stärksten besetzten Saloon-Car-Klasse gab es die größte Schar an Sieganwärtern. Wie ausgeglichen das Feld war, zeigten schon die drei Vorläufe, die in je drei Gruppen absolviert wurden.  Hier konnte einzig der Ternitzer Jürgen Ebner zwei Siege landen. Sonst gab es in jedem der restlichen sieben  Qualifikationsrennen einen anderen Gewinner. Diese hießen letztendlich Georg Weißenböck (Küb), Markus Kurz (Bad Waltersdorf), Michael Eder (Wolfpassing), Mario Troll (Wilfersdorf), Roman Führinger (Wiesmath), Lukas Troll (Hausbrunn) und Rene Messner (Ternitz). Wenig überraschend kam daher ein weiterer neuer Name in der Siegerliste des B-Finales. Sehr überraschend hingegen, dass dieser einer Frau gehörte. Carmen Pungersek aus Breitenstein holte hier den ersten Platz und damit eine kleine Wiedergutmachung dafür, dass sie einen Vorlauf auf Grund eines Missverständnisses versäumte. Action gab es dann im anschließenden A-Finale. Zuerst nebelte Lukas Troll infolge eines Motorschadens nahezu die gesamte Rennstrecke ein, dann fabrizierte Roman Führinger einen krassen Überschlag, ehe nach Fortsetzung des dadurch unterbrochenen Laufs Georg Weißenböck als Sieger durchs Ziel fuhr. Das Tages-Highlight war freilich das Grande Finale bei den Saloons. Unter 20 Autos setzte sich hier Sascha Troll aus Wilfersdorf durch. Der Weinviertler gewann vor  Roman Führinger und Georg Weißenböck.

 

In der neu gegründeten Hecktriebler-Klasse kam es unter anderem zum Aufeinandertreffen einiger Volvo-Piloten aus dem Vorjahr. Wenngleich der regierende Volvo-Sieger Fritz Hemmelmeyer aus Wien heuer mit einem BMW um Punkte kämpft und mit diesem auch einen Vorlauf gewinnen konnte. Ebenfalls über einen Vorlaufsieg konnten Organisator Gerald Koloc aus Gloggnitz und Stockcar-Routinier Anton Bock aus Würflach jubeln. Diese drei Piloten gaben dann auch im Finale den Ton an – nur hieß die Reihenfolge im Ziel dann Koloc vor Bock und Hemmelmeyer

 

Im Grande Finale gelang dann wieder  Anton Bock der große Wurf. Er setzte sich vor Fritz Hemmelmeyer und Ernst Sommerbauer aus Guntramsdorf durch.

 

Eine attraktive Talenteschau bekamen die Fans in der Kategorie Stockcar Junior zu sehen, wo der 14-jährige Neueinsteiger Gabriel Giuglea aus Neunkirchen mit drei Vorlaufsiegen groß aufzeigte. Ihm am nächsten kam sein Neunkirchner Kollege Marco Steiner. Der 16-Jährige konnte zwei Vorläufe gewinnen. Ein Lauf ging an den 14-jährigen Roland Krems aus Gloggnitz. Im mit Spannung erwarteten Finale ließ Debütant Gabriel Giuglea dann ebenfalls nichts anbrennen. Der überaus begabte Youngster holte auch hier  den Sieg vor Marco Steiner. Den dritten Rang und damit ebenfalls einen Platz am Siegespodest sicherte sich Michael Kindl aus Puchberg.

 
 
 
 
Endlich geht's los

Zweiter Anlauf zum ersten Renntag

 
Nach der wetterbedingten Absage im April wird die Stockcar-Saison 2017 am nächsten Samstag, dem 13. Mai, auf dem Sandbahn-Oval von Natschbach eröffnet 
 
Dass der ursprüngliche zweite Renntag am nächsten Samstag, dem 13. Mai nunmehr erst der erste des Jahres ist, haben die Organisatoren des Stockcar Racing Cups Andreas Kampichler und Gerald Koloc dem Wetter zuzuschreiben. Unmittelbar vor dem eigentlichen Saisoneröffnungstermin, dem 22. April, hat statt dem erhofften Frühsommer der völlig unnötige Spätwinter Einzug gehalten und den ersten Renntag verhindert. „Das hätte keinen Sinn gemacht, auf der Sandbahn ist das Wasser gestanden und sogar noch Schnee gelegen“, rechtfertigt Andreas Kampichler die notwendige Verschiebung. Am 13. Mai soll es mit dem Saisonstart in Natschbach-Loipersbach, sofern der Wettergott diesmal mitspielt, aber klappen. Der Stockcar Racing Cup 2017 wird in den Kategorien Formel 2, Saloon Car, Stockcar Heckklasse und Stockcar Juniorklasse ausgetragen.
 
Besonders bei den Saloon Cars hat sich in der Winterpause quantitativ einiges getan. Hier gehen laut heutigem Stand 23 Piloten an den Start, die Nennfrist ist jedoch noch nicht vorbei. Zugelassen sind für die Saloon-Car-Klasse nur Fahrzeuge mit Frontantrieb und einem Hubraum bis 2000 ccm sowie ausschließlich mit werkseitig mitgeliefertem Originalmotor. Titelverteidiger ist der Waldviertler Lukas Troll.
 
Ohne Titelverteidiger gehen die bis zu 185 PS starken Formel-2-Boliden in die neue Saison. Der regierende Meister Patrik Krassnigg aus Voitsberg hat für heuer keine Nennung abgegeben.
 
Eine Erweiterung erfuhr auch die Stockcar Juniorklasse. Kampichler: „Hier haben bislang zehn Talente genannt, also um zwei mehr als im vergangenen Jahr..“ Für die Juniorklasse sind Fahrer/Fahrerinnen zwischen 13 und 17 Jahren zugelassen. Sie lenken Fahrzeuge bis zu maximal 1600 ccm bzw. 100 PS. Der Nachwuchsbewerb wurde erst letztes Jahr  eingeführt und erfreut sich immer größerer Beliebtheit. Mit Kevin Troll holte 2016 der Neffe des Saloon-Car-Meisters Lukas Troll den Jugend-Titel – den er heuer allerdings nicht verteidigen kann, weil er das Alterslimit mittlerweile überschritten hat. Dafür gibt es das direkte Troll-Meister-Duell heuer bei den Saloon Cars. 
 
Neu im Programm ist heuer die Stockcar Heckklasse, die den Volvo Stockcup ersetzt. Wie der Name schon sagt, werden dabei hinterradgetriebene Fahrzeuge (bis 5000 ccm) durchs Oval gejagt.. Unter den bisher neun genannten Piloten befindet sich auch der letztjährige Volvo-Gesamtsieger Fritz Hemmelmeyer aus Wien. Allerdings sitzt er heuer nicht in einem „Elch“, sondern in einem BMW.
 
Momentan fünf statt sechs Saisonläufe
 
Für den am 22. April entfallenen Renntag gibt es einen Ersatztermin und doch wieder nicht. Der Lauf wird am 26. August in Natschbach gefahren und ersetzt damit den an diesem Tag eigentlich geplanten Lauf in Hollabrunn. Für diesen wiederum gibt es (noch) kein neues Austragungsdatum. Andreas Kampichler: „Wie’s derzeit ausschaut, wird es heuer also nur fünf Renntage geben, und die werden alle in Natschbach gefahren.“
 
 
Renntag verschoben

Wintereinbruch erzwingt ABSAGE des Stockcar-Auftakts!!!!

Nach einem Lokalaugenschein vor Ort kann der 1. Renntag zum Stockcar Racing Cup am kommenden Samstag in Natschbach nicht stattfinden / Schnee und Eis sowie zu kalte Temperaturen lassen keine Rennen zu / Der Saisonstart findet nun am 13. Mai statt

So sehr sich die Organisatoren, die Piloten und die Fans auf den Start der Stockcar-Saison am kommenden Samstag in Natschbach gefreut haben, so groß ist jetzt die Enttäuschung. Entgegen der noch optimistischen Aussendung vom heutigen Vormittag, musste Organisator Andreas Kampichler nach einem Lokalaugenschein vor Ort feststellen: „Es geht leider unmöglich, dass auf der Sandbahn gefahren wird. Wir müssen leider absagen!“ Die überraschend heftige Rückkehr des Winters hat zu deutliche Spuren hinterlassen. Kampichler: „Es liegt Schnee auf der Fahrbahn, und fürs Wochenende sind auch nur maximal 2 bis 4 Grad prognostiziert, also ist zu befürchten, dass es am Samstag noch eisig sein wird. Das macht keinen Sinn.“

Kurzum: Der erste Renntag zur Stockcar-Saison 2017 ist nunmehr der 13. Mai. Also jenes Datum, das ursprünglich im Terminkalender sowieso als zweiter Renntag vermerkt war. Kampichler: „Den jetzt abgesagten Renntag müssen wir irgendwo im bestehenden Terminkalender noch einfügen. Wann das ist, müssen wir uns noch genau anschauen.“

 

 

 
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